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Fasten - (m)eine Erfahrung

Fasten selbst erfahren, zu verzichten, etwas Gutes für die Gesundheit tun, und vielleicht noch ein paar Pfund abnehmen; ich bin motiviert dieses Abenteuer zu starten. Kann ich überhaupt verzichten? Und was, wenn mich der Hunger plagt? Fragen über Fragen... Schön, dass mich meine Schwester Aurelia begleitet, die Fastenerfahrung mitbringt. Gemeinsam werden wir uns unterstützen...

 

Tag 1 Ich starte mit einer Darmentleerung, mittels Abführmittel. Daheimbleiben und Ruhe ist angesagt. Hunger habe ich keinen, als ich mittags mein Randensüppli löffle. Ich bin müde und mir ist kalt, und so lege ich mich nachmittags hin, und bin froh, mein Fasten an einem freien Tag gestartet zu haben, wo ich alles kann, aber nichts muss...

 

Tag 2 Nach einer unruhigen Nacht erwache ich mit Kopfweh und grippeähnlichen Gliederschmerzen, zudem habe ich etwas Hunger. "Gegen Hunger hilft ein leerer Darm", das habe ich mir aus dem Fastenratgeber gemerkt, und darum führe ich nochmals ab. Müde und etwas kränklich lege ich mich nochmals hin...Ob mein Körper jetzt beginnt, den Stoffwechsel umzustellen? Hab ich darum so ein "Durchhänger"? Etwas Schlaf wirkt manchmal Wunder, und so erwache ich nachmittags, und ich fühle mich fit genug, die Kurz-Reise ins Chalet anzutreten, wo meine Familie weilt. In der frischen Bergluft angekommen und auf einem Liegestuhl gemütlich eingerichtet, dauert es nicht lange, und wir bekommen spontan Besuch. Nach einem Apéro, (für mich Kräutertee) essen wir zusammen. Unbekümmert löffle ich mein Süppli, mit feinem Grillaroma in der Nase und denke bei mir: Heute verzichte ich bewusst und in ein paar Tagen werde ich etwas Feines vom Grill auch wieder geniessen.

 

Tag 3 Tief und fest habe ich geschlafen, und erwache morgends mit etwas Kopfweh. Nach einem Spaziergang durch Wald und Wiese, erledige ich ein paar Arbeiten. Das Kopfweh ist vergangen und ich fühle mich fit.

 

Tag 4 Aufräumen und putzen ist angesagt; zwischendurch die Füsse etwas hochlegen, denn ich habe weniger Energie als ohne Fasten.

 

Tag 5 Es geht mir gut und die Vorfreude steigt: Morgen gibt's den Apfel.

 

Tag 6 Yeah...Ein Apfel, mein erstes, festes Lebensmittel seit 5 Tagen. Er schmeckt köstlich. Ich freue mich, dass ich essen darf.

Mit langsamem Kostaufbau während weiteren zwei Tagen gewöhne ich den Verdauungstrakt wieder an seine Arbeit.

 

 

...noch ein paar Facts:

 

>Fasten ist schon mehrere Millionen Jahre alt. In Urzeiten wurde immer wieder gezwungenermassen gefastet, da Menschen als Sammler und Jäger unterwegs waren, und nicht täglich etwas Essbares fanden. Später, und auch noch heute ist Fasten ein religiös begründeter Brauch.   

 

>Ernährung während des Fastens: Fruchtsäfte, Gemüsesäfte, Kräutertee, Wasser

 

>Darmentleerung: Siestasalz

 

>Wieso ist Fasten gesund? Nach ca.16 Stunden ohne Nahrung, startet die Autophagie: In Billionen von Körperzellen werden Ablagerungen recycelt und zur Energiegewinnung bereitgestellt, mit einem positiven Effekt auf die Zellen.  

 

>Wer sollte nicht fasten? Bei schlechter Gesundheit, Kinder, Schwangere, Stillende, bei Essstörungen, sowie bei hohem Stresslevel sollte nicht gefastet werden.

 

>Wie funktioniert der Stoffwechsel während des Fastens? Wird keine oder sehr wenig Energie/Essen zugeführt, wird im Körper gespeicherte Energie abgebaut, und zur Energiebereitstellung genutzt.

 

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Flavia Salzgeber

Ernährungstrainerin SHS

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